Alice - eine kleine Hundedame auf großer Reise

Freitag der 6. September 1996 wird Familie Mann aus Essenheim in Hessen noch lange in unangenehmer Erinnerung bleiben. Die beiden quirligen Jack-Russell-Terrier "Alice" und "Benji" dürfen, wie so oft, mit ihrem Herrchen auf Tour. Heute will Herr Mann Pflaumen pflücken gehen. Die beiden ungestümen Hunde spielen die ganze Zeit in seiner Nähe. Als er jedoch nach 10 Minuten den Heimweg antreten möchte, ist "Alice" spurlos verschwunden.

Pfeifen und Rufen ist nutzlos. Ursula und Otto Mann sind völlig verzweifelt. Das Schlimmste befürchtend, werden die nächstliegenden Straßen abgesucht, die Polizei und das Tierheim informiert. "Auf einen angefertigten Aushang hin melden sich Zeugen, die das Tier in einem Auto gesehen haben wollen. Leider wurde sich das KFZ-Zeichen nicht gemerkt.", berichtete Ursula Mann. Familie Mann kommt ein fürchterlicher Verdacht: Wurde "Alice" etwa das Opfer von Tierdieben? Und tatsächlich wird "Alice" noch am selben Tag von dem Ehepaar Egel weit von dem Ort ihres Verschwindens an der Autobahn Richtung Frankfurt aufgefunden. Wie das Tier diese Strecke zurücklegen konnte bleibt ungeklärt. Vermutlich wurde es aufgrund seiner Tätowierung einfach wieder ausgesetzt. Dennoch sollte "Alices" Irrweg noch einen Monat dauern. Leider war das Tier nicht bei TASSO registriert. Von der Polizei zum Tierheim Frankfurt gebracht, verbrachte "Alice" erst eine Woche im Tierheim. "Alices" Herrchen kamen natürlich nicht auf den Gedanken, daß sich ihr geliebter Hund so weit von Ihnen entfernt im Tierheim Frankfurt aufhalten könnte. "Da wir uns nicht beim Tierheim gemeldet hatten, nahmen sich die Finder-Familie Egel der scheinbar herrenlosen "Alice" wieder an.", erzählte Frau Mann gegenüber dem „Tiernotruf". Drei Wochen schenkte die lebhafte Hündin ihrer Pflegefamilie viel Freude. Jedoch endlich am 8. Oktober entdecken die Egels bei einer ausgiebigen Körperpflege der Hündin, ihre Tätowierung JR 836 im rechten Ohr. Die Nummer war unter viel Haar sehr gut versteckt. Frau Egel weiß sofort was sie zu tun hat. Innerhalb kürzester Zeit ist die Notruf-Zentrale des TASSO-Haustierzentralregisters verständigt. Das Tier ist zwar nicht registriert, aber für Frau Ziemer von der Nachforschungsabteilung des TASSO-Haustierzentralregisters ist es, nach vielen Telefonaten, möglich den Besitzer über Zuchtverbände und Züchter ausfindig zu machen. Überglücklich kann Familie Mann nach 4 Wochen ihre "Alice" wieder in die Arme schließen. "Das Alice uns aufgrund der Tätowierung zurück vermittelt wurde, haben wir TASSO zu verdanken. Selbstverständlich ist Alice jetzt auch registriert. Wir können allen Haustierbesitzern nur empfehlen ihr Haustier bei TASSO registrieren zu lassen. Es bleibt uns nichts weiter als zu sagen: Vielen Dank, das war einfach toll von Ihnen !", schrieb Familie Mann an das TASSO-Haustierzentralregister. Frau Ziemer von der Nachforschungsabteilung der TASSO-Zentrale sind solche Fälle nicht unbekannt: "Viele Tierhalter sehen erst, wie wichtig es ist sein Tier zu registrieren, wenn es einmal abhanden kommt. Über unsere Nachforschungsabteilung vermitteln wir natürlich auch viele nicht registrierte Tiere wie "Alice" zurück. Aber eine Erfolgsgarantie können wir dann nicht geben. Man sollte als Tierhalter also sein Tier unbedingt bei TASSO eintragen lassen."


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