Kater Maxes Reise über 1000 Kilometer

Wurde er verschleppt oder reiste er als blinder Passagier?

Trotz der Vielzahl von Tieren, die das TASSO-Team täglich zurück vermittelt, ist eine glückliche Zusammenführung von Fundtieren mit deren Besitzern keineswegs zur Gewohnheit geworden. Besonders Fälle, wie der des Katers MAX, sind auch für erfahrene TASSO-Mitarbeiter nicht alltäglich.

Dienstag der 16. April 1996, 10:15: Einer von vielen Anrufen in der TASSO-Notruf-Zentrale: "Wir haben einen Kater mit der Tätowierung R34 und 60385 in den Ohren aufgefunden...". Für Frau Ziemer, Mitarbeiterin des TASSO-Haustierzentralregisters ist der Besitzer des Tieres, mittels des TASSO-Zentralcomputers binnen von Sekunden ermittelt. Das Tier war 30 Tagen verschwunden und hatte in dieser Zeit 550 km von Frankfurt am Main zur Stadt Norden an der Nordseeküste zurück gelegt. Man kann nur spekulieren wie Kater MAX diese Distanz in so kurzer Zeit zurücklegen konnte. Wurde er verschleppt und Aufgrund seiner Tätowierung wieder ausgesetzt, oder war er in seinem jugendlichen Übermut in ein Auto gesprungen und hatte ohne bemerkt zu werden die lange Reise in den hohen Norden angetreten? In den nächsten Stunden benachrichtigen die Mitarbeiter der TASSO-Zentrale die Familie von MAX. Frau Augthun war außer sich vor Freude. Noch in der selben Nacht fuhr sie, die 1100 km nach Norden hin und nach Frankfurt zurück, um MAX wieder nach Hause zu holen.

"Das ein Tiersuchdienst nur effektiv arbeiten kann, wenn er überregional aktiv ist, zeigt sich besonders an dem vorliegenden Fall.", äußerte sich Philip W. McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, gegenüber "Dem Tiernotruf".

Das MAX über 500 km Weg zurück gelegt hat, und trotzdem mit seinem Besitzer wieder vereint wurde, ist keinem glücklichen Zufall, sondern der vorbeugenden Maßnahme der Tierhalterin zu verdanken, die ihr Tier beim TASSO-Haustierzentralregister eintragen ließ.


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