In den USA ist es in einigen Bundesländern
schon gesetzlich verankert. Auch das Parlament in Monaco beschloß 1990, daß jedes
Altersheim die Tiere ihrer Bewohner aufnehmen muß. Obwohl immer mehr Seniorenheime in der
Bundesrepublik Haustiere aufnehmen, ist diese Praxis noch nicht an der Tagesordnung.
Tierschützer fordern eine gesetzliche Lösung.
Psychologen und Tierschützer sind bei diesem Thema
einer Meinung: Heimtiere fördern gerade unter älteren Menschen Geselligkeit und
Gespräche. Außerdem wäre eine Trennung von ihrem "geliebten Freund" bei dem
Umzug in ein Seniorenheim besonders für ältere Menschen, die oftmals kaum noch eine
Bezugsperson haben, mit äußersten seelischen Schmerzen verbunden. Frau Prof. Dr. Sylvia
Greiffenhagen hat sich in ihrem Buch "Tiere als Therapie" unter anderem diesem
Thema gewidmet. Laut Frau Prof. Greiffenhagen ersetzen Tiere bei älteren Leute oftmals
das Fehlen menschlicher Nähe. Sie helfen über die Langeweile am Tag und geben dem
Tagesablauf einen Rhythmus, der durch das Versorgen des Tieres nötig wird. Ältere
Menschen bekommen das Gefühl gebraucht zu werden, da sie ja schließlich die
Verantwortung für das Tier tragen. Frau Greiffenhagen stellt in ihrem Buch außerdem die
positive Anregung der geistigen Fähigkeiten durch das Halten eines Tieres heraus. Wer
sein Haustier in ein Seniorenheim mitnehmen möchte, sollte aber einige Dinge, besonders
auch in Hinblick auf das Tier, klären: Kann das Tier artgerecht untergebracht, gefüttert
und vom Tierarzt betreut werden? Fühlen sich die Nachbarn nicht gestört? Kümmert sich
jemand um das Tier wenn der Tierhalter krank oder verreist ist? Der Bundesverband
Tierschutz in Moers informiert zu diesem Thema.
Wenn Sie weitere Infos wünschen,
schreiben Sie bitte an:
Bundesverband Tierschutz e.V.
Freundeskreis betagter Tierhalter
Walpurgisstr. 40
47441 Moers