In Europa ist er schon nahezu ausgerottet. Im Orient, Rußland
und China ist er zu einem Wirtschafts-Produkt degradiert worden. Der lebenden Vorlage für
den Kinder-Verkaufsschlager Teddybär geht es schlecht. Viele Tierschützer wollen nicht
mehr tatenlos dem skrupellosen Treiben der Profiteure zusehen. Vom Ouwehands Zoo in
Rhene/Niederlande wurde die International Bear Foundation" ins Leben gerufen.
Einer ihrer Aufgaben ist es geschundenen und mißhandelten Bären wieder ein natürliches
und lebenswertes Leben zu bieten.
Überall auf der Welt wird der Braunbär von
Menschen gequält und in seiner Existenz bedroht. So gilt in Rußland die Bärenjagd als
Touristenattraktion. Bis zu 9000,-- DM legen Hobbyjäger für einen 14-tägigen Aufenthalt
inklusive Bärenabschuß hin, nur um später in ihrer Heimat mit ihrer
Heldentat" zu protzen. Als Trophäe oder Beweis erhalten die Jäger"
den Kopf oder das Fell des Bären. In China werden 8.000 Kragenbären als lebende
Zapfsäulen" unter unwürdigen Bedingungen gehalten. Der Gallensaft von Bären gilt
in der traditionellen chinesischen Medizin als Allheilmittel gegen eine Vielzahl von
kleineren Leiden. Den Tieren wird unter qualvollsten Umständen regelmäßig Gallensaft
abgezapft, den sie eigentlich zur Verdauung bräuchten. Gallenkoliken und lebenslange
Schmerzen sind die Folge. In Pakistan finden, trotz gesetzlicher Verbote, immer noch
Schaukämpfe zwischen Hunden und Bären statt. Den Bären werden hierzu schon im
Kindesalter die Krallen und Zähne entfernt. Angekettet können sie sich in den
Schaukämpfen nur mit Prankenhieben gegen die Attacken der abgerichteten Hunde wehren.
Sowohl Bären, als auch Hunde erleiden bei diesen Veranstaltungen" meist
schwere Verletzungen. In der Türkei und Bulgarien werden Bären als touristische
Attraktion mißbraucht. Von klein auf werden die Tiere mit brutalsten Methoden gefügig
gemacht und zu Tanzbären" ausgebildet. Mit Nasenringen, Eisenketten durch die
Lippen und dauernde Stockschläge werden die Bären ein Leben lang gequält. Aber auch in
Westeuropa wird der Bär von einigen verantwortungslosen Bärenparkbetreibern ausgebeutet.
Bärenkinder sind die Attraktion vieler Bärenparks.Folglich werden mehr junge Bären
geboren, als im Erwachsenenalter später versorgt werden können. Und so landen etliche
Bären später in den Kochtöpfen diverser Spezialitätenrestaurants. Dies sind nur wenige
traurige Beispiel, wie Menschen mit der Kreatur umgehen. Schätzungen zufolge soll der
Braunbär in Europa in 2 Jahren vollständig ausgerottet sein. In Hinblick hierauf wurde
die IBF (International Bear Foundation) gegründet. Die IBF hat sich zum Ziel gesetzt den
mißhandelten Bären ein würdiges und artgerechtes Leben zu ermöglichen. In
internationaler Zusammenarbeit werden deshalb alle finanziellen, politischen und
organisatorischen Mittel ausgeschöpft, um Bären aus solch qualvollen Situationen zu
befreien. Erste Erfolge erzielte die IBF mit der Einrichtung des Bärenwaldes in
Rhene/Niederlande, der auch für Besucher zugänglich ist. Hier halten sich zur Zeit 13
Bären auf, die aus miserabelsten Lebensumständen befreit oder freigekauft wurden. Die
Bären wurden zuerst in Rhene medizinisch und psychisch betreut, bevor sie in das zwei
Hektar große Freigelände entlassen werden konnten. Anfangs sahen die Tiere gequält und
geschunden aus. Doch die Jahre im Bärenwald haben ihnen sichtlich gut getan. Heute sind
alle Bären gesund und munter. Ein weiterer Bärenpark wurde in Zusammenarbeit mit der
Aktion Bärenhilfswerk e.V. in Worbis/Thüringen errichtet. Die IBF unterstützt aber
nicht nur die Einrichtung neuer Bärenwälder. Denn die Bärenwälder können das Problem
nicht lösen, sondern nur deutlich machen. Es muß vielmehr darum gehen, den Lebensraum
für die Bären zu erhalten und die Bären zu schützen, die noch in freier Wildbahn
leben. Ein solches Projekt wird zum Beispiel im Moment in Rußland durchgeführt. In
Zusammenarbeit mit Biologen um Dr. V. Pazhetnov wird versucht junge Bärenwaisen in ihre
natürliche Umgebung zurückzuführen. Die Firma TOL Cosmetics aus Emmerich setzt sich
seit der Errichtung des ersten Bärenwaldes für die Aktionen des IBF ein, und hat zu
deren Unterstützung eine tierversuchsfreie Kosmetikserie entwickelt, deren Verkauf
unmittelbar die Arbeit des IBF finanziell unterstützt und dadurch hilft, Bärenleben zu
retten.
Wenn Sie weitere Informationen über die
Aktionen des IBF oder über die neue tierversuchsfreie Kosmetikserie der Firma TOL haben
möchten, schreiben Sie bitte an:
TASSO-Haustierzentralregister e.V.
Stichwort: Bären in Not"
Franfurter Str. 20
65795 Hattersheim