Die springlebendigen und gutmütigen Haflingerfohlen
kommen pünktlich im März zur Welt und sind für die Feriensaison im Sommer die
Touristenattraktion auf bayerischen und österreichischen Bauernhöfen.
Das die Fohlen aber im Herbst für die
"Produzenten" zu einem erheblichen Kostenfaktor werden, und zirka 80 % der Tiere
beim Pferdemetzger landen, ist kaum bekannt. Der deutsche Tierschutzbund hatte in
Zusammenarbeit mit regionalen Tierschutzvereinen in einer demonstrativen Aktion neun
übrig gebliebenen Fohlen einer Herbstauktion gekauft um sie vor dem Pferdemetzger zu
bewahren. Solche Aktionen können natürlich nur Zeichen setzen. "Der Tierschutz
kann nicht das Auffanglager für die Überproduktion von verantwortungslosen Züchtern
sein", erklärte Heinz Krämer, Vizepräsident des Landesverbandes Bayern des
deutschen Tierschutzbundes.