"Wie funktioniert eigentlich der TASSO-Suchdienst?"
Eine Frage die uns
oft gestellt wird. Häufig wird die Funktionsweise des Tiersuchdienstes gänz-
lich mißverstanden. Manche Tierhalter meinen, daß die TASSO-Mitarbeiter
vor Ort aktiv werden und konkret (also zu Land, Luft oder Wasser) nach dem
Tier an seinem Verlustort Ausschau halten. Es gab und gibt auch tatsächlich
Zeitgenossen die allen Ernstes behaupten so etwas sei machbar und er-
folgreich. Gegen eine entsprechende Gegenleistung machen sich solche
selbsternannten Tierdetektive auf die Suche. Wer sich aber ein wenig mit
der Thematik auskennt, weiß daß es sich bei solchen
"Detektiven" ent-
weder um Geschäftemacher oder ahnungslose Träumer handelt. Ein kleines
Rechenbeispiel kann dies verdeutlichen: Täglich werden TASSO e.V. an die
25 verlorenen Tiere gemeldet. Jedes dieser Tiere ist im Durchschnitt 16 Tage
verschwunden. Das würde für eine Einrichtung wie TASSO e.V. bedeuten:
500 Tierdedektive im tagtäglichen Außendiensteinsatz. Und wenn Sie selber
einmal ein Tier gesucht haben, wissen Sie selbst wie hoffnungslos dies ist.
Unser Erfahrung liegt die Chance ein Tier durch bloßes Suchen beim Verlust-
Ort zu finden bei zirka 3 %. Jetzt rechnen wir das ganze in Geld um: 500
Detektive mit einem Brutto-Gehalt von nur 5.000,-- DM und vielleicht 1.000,--
DM Spesen pro Monat, macht an Monatsausgaben alleine 3,5 Millionen DM
bei einer lächerlichen Aufklärungsquote von 3 bis 5 %..
Alleine diese Zahl verdeutlicht wie absurd und unfinanzierbar eine Tier-Detektei wäre.
Und nun ein Beispiel wie ein Tiersuchdienst wirklich funktioniert:
Der TASSO-Tiersuchdienst funktioniert auf mehreren Ebenen. Grundlage für
jegliche Aktion ist allerdings die Zusammenarbeit mit Tierheimen, Tierschutz-
vereinen, Behörden, Polizeidienststellen und Privatleuten. TASSO hat durch
die Zusammenarbeit mit diesen Institutionen ein engmaschiges Netz an In-
formanten die täglich Fund- und/oder Suchmeldung von Tieren an die TASSO-
Zentrale weiterleiten. In der TASSO-Zentrale laufen alle Informationsstränge
zusammen und werden dort vom TASSO-Team computergestützt ausgewer-
tet. Ein Beispiel: Sollte Ihr Tier einmal verloren gehen und es ist bei TASSO
registriert, wird es früher oder später bei eine der oben genannten Institutionen
abgegeben. Die setzen sich mit der TASSO-Notruf-Zentrale in Verbindung
und Sie können sofort als Tierhalter ermittelt und verständigt werden.
Ihr Tier kann auf mehrere Wege identifiziert werden:
1. Tätowierungscode in den Ohren oder Schenkel
2. Elektronische Markierung (Transponder)
3. TASSO-SOS-Halsbandplakette
4. Über Suchplakate, wenn Sie unseren Suchplakatservice nutzen.
5. Über eine Internet-Meldung
Dieses Verfahren funktioniert dank der Kooperation mit Tierschutzver-
einen, Tierheimen, Tierärzten etc. seit über 15 Jahren. |
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